FemFlow Zyklusbetreuung

Perioden- vs. Zyklustracking

Die Zykluslänge alleine gibt dir keine Auskunft darüber wie gesund dein Zyklus ist. Nicht nur die Dauer, Start und Ende eines Zyklus sind wichtig für das tracken.

 

Bei richtigem Tracken bekommst du Infos über:

  • die Länge deiner Follikelphase
  • deinen Eisprung und ob er auch stattfindet
  • ein hormonelles Ungleichgewicht.

 

Mit Zyklustracking findest du heraus in welcher Phase deines Zyklus du dich gerade befindest. Dein Zyklus ist NICHT nur deine Periode, er umfasst alle Phasen und die damit verbundenen hormonellen Schwankungen. Die Zykluslänge der meisten Frauen liegt in der „Norm“ bei 24-35 Tagen. Dennoch haben 98%Beschwerden, weil sie nicht die Länge der einzelnen Phasen kennen.

Perioden- vs. Zyklustracking Titelbild

Was ist Periodentracking?

Periodentracking betreiben ganz viele Frauen. Dabei wird die Dauer, Start und Ende eines Zyklus in eine App oder einen Kalender eintragen. Die Zykluslänge allein gibt dir aber KEINE Auskunft darüber, wie gesund dein Zyklus ist. Reines Periodentracking gibt dir keinerlei Infos darüber, ob du unter einem dieser Probleme leidest:

 

•zu lange Follikelphase

•zu kurze Follikelphase

•fehlender Eisprung

•Östrogendominanz

•Progesteronmangel

 

Die Follikelphase (1. Hälfte deines Zyklus) ist variabel und der häufigste Grund für einen zukurzen oder zu langen Zyklus.

Was ist Zyklustracking?

Um zu erkennen, woher deine Symptome kommen, ist es wichtig herauszufinden, OB und WANN du einen Eisprung hast. Dafür ist richtiges Zyklustracking essentiell.

 

Wie kann ich meinen Zyklus richtig tracken?

Dafür sind 3 Dinge wichtig:


1. Basaltemperatur messen
2. Zervixschleim untersuchen
3. Muttermund abtasten

Wie messe ich meine Basaltemperatur?

Zum Messen deiner Basaltemperatur benötigst du ein geeignetes Basalthermometer mit 2 Nachkommastellen. Sobald du das Thermometer besorgt hast, miss täglich deine Basaltemperatur direkt nach dem Aufwachen, und zwar genau so:

 

•Platziere das Thermometer unter deiner Zunge direkt neben dem Zungenbändchen in einer der beiden Wärmetaschen & schließe die Lippen

 

•Miss direkt nach dem Aufwachen, bevor du aufstehst im Liegen (Tipp: Lege das Thermometer neben deinen Wecker, um zu Beginn nicht darauf zu vergessen)

 

•Miss, bevor du körperlich aktiv wirst


•Schlafe mindestens 5 Stunden


•Stehe die letzte Stunde vor dem Messen nicht auf


• Miss innerhalb eines 4 Stunden Zeitfensters, um einen zuverlässigen Temperaturanstieg zu ermitteln (z.B.: zwischen 5:30 und 9:30)

 

 

Nach dem Messen übertrage die Werte in eine App. Viele Basalthermometer haben bereits eigene Apps und übertragen die Temperatur automatisch. (z.B.: Clycotest)

Wie untersuche ich meinen Zervixschleim?

Das Östrogen ist für den Aufbau des Zervixschleims verantwortlich und daher verändert er sich im Laufe deines Zyklus. Wenn du einen hohen Östrogenspiegel hast, hast du auch mehr Zervixschleim und die Konsistenz verändert sich. Da in der ersten Zyklushälfte das Östrogen das dominierende Hormon ist und sich bis hin zum Eisprung langsam aufbaut, wird in dieser Phase und vor allem rund um den Eisprung vermehrt Zervixschleim produziert.

Wie kann mein Zervixschleim aussehen und was notiere ich?

Du kannst deinen Zervixschleim am Scheideneingang entweder mit einem Taschentuch oder deinen Fingern untersuchen. Oft sieht man ihn auch bereits in der Unterhose.

 

NICHTS - Du kannst gar keinen Schleim beobachten, weder am Toilettenpapier noch am Scheideneingang. Es fühlt sich neutral an, also weder trocken noch feucht = keine wahrnehmbare Schleimproduktion.

 

TROCKEN - Du spürst aktiv Trockenheit, also ein raues, spannendes oder kratziges Gefühl beim Wischen oder Gehen.


FEUCHT - Du spürst eine angenehme Feuchtigkeit, oft ein glitschiges oder nasses Gefühl, aber du siehst vielleicht noch keinen sichtbaren Schleim. Das ist oft die Übergangsphase, wenn der Östrogenspiegel zu steigen beginnt.


CREMIG - Du kannst sichtbar weißen oder gelblich-weißen Schleim beobachten, der milchig, cremig oder lotionartig ist = Östrogen nimmt zu, aber du bist noch nicht auf dem Höhepunkt.


FADENZIEHEND/SCHLEIMHÖHEPUNKT - Fadenziehend, spinnbar, durchsichtig oder glasklar, oft wie rohes Eiweiß - Wenn du den Zervixschleim zwischen den Fingern dehnen kannst (mehrere cm, ohne zu reißen) oder ein stark feuchtes, rutschiges Gefühl hast, bist du am fruchtbarsten Punkt = kurz vor dem Eisprung.

 

 

Wenn Zervixschleim in Phasen auftritt, wo er nicht üblich ist (z.B.: kurz vor der Menstruation) kann das ebenfalls ein Hinweis darauf sein, dass ein hormonelles Ungleichgewicht vorliegt. Ich würde dir daher empfehlen, den Zervixschleim auf jeden Fall den gesamten Zyklus
hindurch, zu notieren.

Wie taste ich meinen Muttermund ab?

Auch der Muttermund verändert sich im Laufe deines Zyklus und kann mit den Fingern ertastet werden. Das Abtasten ist eine Übungssache und um ein Gefühl dafür zu bekommen, solltest du ihn mindestens 3 Monate beobachten.

 

Der Muttermund ist bei jeder Frau individuell und fast vergleichbar mit einem Fingerabdruck. Daher ist es sehr schwer pauschal zu sagen, wie er sich anfühlt. Die Nuancen der Veränderung sind außerdem sehr klein und ein Vergleich ist daher sehr schwer.

 

Damit du eine ungefähre Vorstellung hast, wie es sich anfühlen könnte, hier ein paar Anregungen:


FESTIGKEIT - hart (kein Widerstand) oder weich (federnd, gummiartig)


ÖFFNUNG - geschlossen - halb offen – offen Wenn der Muttermund geschlossen ist, hat er eher eine glatte Oberfläche. Bei einem
halb offenen Muttermund kann es sein, dass du eine kleine Vertiefung spürst. Der offene Muttermund weist meistens eine leichte Delle bzw. einen leichten Schlitz auf, an dem du mit dem Finger halt finden kannst.


LAGE - tief - mittel – hoch Der Muttermund sollte immer um die gleiche Uhrzeit abgetastet werden, da er sich auch im Laufe des Tages verändern kann. (z.B.: morgens/abends unter der Dusche)

 

Natürlich kannst du neben dieser 3 Punkte auch sämtliche andere Faktoren in deine Zyklusbeobachtung miteinfließen lassen, wie z.B.:


•Stimmung


•Körperliche Symptome (Kopfschmerzen, Brustspannen, Wassereinlagerungen, Krämpfe, etc.)


•Störungen (Krankheit, Alkohol, Reisen, etc.)

 

 

Meiner Erfahrung nach macht es Sinn, dann weitere Symptome einzutragen, wenn sie dir stark auffallen und nicht gezwungenermaßen jeden Tag etwas einzutragen. Dann besteht die Gefahr, dass dich das Tracken schnell nervt und du damit aufhörst.

 

Wenn du mit dem Zyklustracking starten möchtest, reicht es auch die Basaltemperatur und den Zervixschleim zu notieren. Damit es für dich auch eine Routine wird, würde ich dir auf jeden Fall empfehlen einen passenden Zeitpunkt am Tag zu finden, um deinen Zervixschleim und/oder deinen Muttermund zu beobachten.

Oft gestellte Fragen zum Perioden- vs. Zyklustracking

FAQ

Oft gestellte Fragen zum Perioden- vs. Zyklustracking. Hast du weitere Fragen? Dann kannst du mir diese gerne über mein Kontaktformular stellen, und ich melde mich bei dir.

Muss ich jeden Tag alles tracken?

Nein. Vor allem am Anfang reicht es völlig aus, deine Basaltemperatur und deinen
Zervixschleim zu beobachten. Wichtig ist vor allem die Regelmäßigkeit – nicht die Perfektion.

Nein. Apps können deinen Eisprung meist nur anhand vergangener Zyklusdaten schätzen. Ob
dein Eisprung tatsächlich stattfindet, kannst du nur durch Zyklustracking mit Körpersignalen
wie Basaltemperatur und Zervixschleim erkennen.

Gerade bei unregelmäßigen Zyklen ist Zyklustracking besonders hilfreich. Du kannst dadurch
besser erkennen, welche Zyklusphase sich verändert und ob möglicherweise hormonelle
Ungleichgewichte vorliegen.

Am besten beginnst du mit dem kostenlosen Symptomtest. So bekommst duerste Einblicke in mögliche Zusammenhänge deiner Beschwerden.

Nein, überhaupt nicht. Zyklustracking hilft dir unabhängig von einem Kinderwunsch dabei,
deinen Körper besser zu verstehen, hormonelle Beschwerden einzuordnen und bewusster
mit deinem Energielevel und Wohlbefinden umzugehen.

Die häufigsten Fehler sind unregelmäßiges Messen der Basaltemperatur, zu wenig Schlaf vor
dem Messen oder das vorschnelle Interpretieren einzelner Werte. Entscheidend ist immer
die Entwicklung über mehrere Tage und Zyklen hinweg

Fazit zu Perioden- vs. Zyklustracking

Periodentracking kann dir zwar einen groben Überblick über deine Zykluslänge geben, doch erst richtiges Zyklustracking liefert wertvolle Informationen über deine hormonelle Gesundheit. Dein Zyklus besteht aus weit mehr als nur deiner Periode – jede Phase bringt unterschiedliche hormonelle Veränderungen mit sich, die sich auf dein Wohlbefinden, deine Energie und mögliche Beschwerden auswirken können.

 

Durch das Beobachten von Basaltemperatur, Zervixschleim und Muttermund lernst du deinen Körper besser kennen und erkennst, ob und wann ein Eisprung stattfindet oder ob mögliche hormonelle Ungleichgewichte vorliegen. Gleichzeitig hilft dir das Tracking dabei, Zusammenhänge zwischen Symptomen und deinen Zyklusphasen zu verstehen.

 

Wichtig ist dabei vor allem eines: Starte einfach und ohne Druck. Schon das regelmäßige Beobachten von Basaltemperatur und Zervixschleim kann dir wertvolle Erkenntnisse liefern. Mit der Zeit wird das Tracken zur Routine – und du entwickelst ein ganz neues Verständnis für deinen Körper und deinen Zyklus.

Julia Ulrich Zyklusmentorin

Gründerin von FemFlow

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