Auch der Muttermund verändert sich im Laufe deines Zyklus und kann mit den Fingern ertastet werden. Das Abtasten ist eine Übungssache und um ein Gefühl dafür zu bekommen, solltest du ihn mindestens 3 Monate beobachten.
Der Muttermund ist bei jeder Frau individuell und fast vergleichbar mit einem Fingerabdruck. Daher ist es sehr schwer pauschal zu sagen, wie er sich anfühlt. Die Nuancen der Veränderung sind außerdem sehr klein und ein Vergleich ist daher sehr schwer.
Damit du eine ungefähre Vorstellung hast, wie es sich anfühlen könnte, hier ein paar Anregungen:
•FESTIGKEIT - hart (kein Widerstand) oder weich (federnd, gummiartig)
•ÖFFNUNG - geschlossen - halb offen – offen Wenn der Muttermund geschlossen ist, hat er eher eine glatte Oberfläche. Bei einem
halb offenen Muttermund kann es sein, dass du eine kleine Vertiefung spürst. Der offene Muttermund weist meistens eine leichte Delle bzw. einen leichten Schlitz auf, an dem du mit dem Finger halt finden kannst.
•LAGE - tief - mittel – hoch Der Muttermund sollte immer um die gleiche Uhrzeit abgetastet werden, da er sich auch im Laufe des Tages verändern kann. (z.B.: morgens/abends unter der Dusche)
Natürlich kannst du neben dieser 3 Punkte auch sämtliche andere Faktoren in deine Zyklusbeobachtung miteinfließen lassen, wie z.B.:
•Stimmung
•Körperliche Symptome (Kopfschmerzen, Brustspannen, Wassereinlagerungen, Krämpfe, etc.)
•Störungen (Krankheit, Alkohol, Reisen, etc.)
Meiner Erfahrung nach macht es Sinn, dann weitere Symptome einzutragen, wenn sie dir stark auffallen und nicht gezwungenermaßen jeden Tag etwas einzutragen. Dann besteht die Gefahr, dass dich das Tracken schnell nervt und du damit aufhörst.
Wenn du mit dem Zyklustracking starten möchtest, reicht es auch die Basaltemperatur und den Zervixschleim zu notieren. Damit es für dich auch eine Routine wird, würde ich dir auf jeden Fall empfehlen einen passenden Zeitpunkt am Tag zu finden, um deinen Zervixschleim und/oder deinen Muttermund zu beobachten.